Anfahrt von Bruneck und Sand in Taufers Richtung Rein in Taufers. Kurz vor Rein (ca. bei Kilometerstein 8, 1.525 ü.d.M.) starteten wir schon im Morgengrauen. Es ging zunächst kurz auf dem Fußweg zurück talauswärts bis zur Brücke. Dort, dem Wegweiser >Rieserfernerhütte< folgend zuerst flach auf einer Fahrstraße bis zum nächsten Wegweiser >Rieserfernerhütte< und hier links ab auf dem Steig Nr. 3 durch Wald zunehmend steiler hinauf zur Waldgrenze und zur äußeren Gelltalalm und dann nahezu eben ca. 1 Stunde (kaum Höhengewinn) hinein zur inneren Gelltalalm (2.070 m). Ab hier wurde der Weg zunehmend steiler und beschwerlicher und führte durch das obere Gelltal hinauf zur Rieserfernerhütte (2.792 m). Ab der Schutzhütte folgten wir der rotweißen Markierung und den Steinmanndln am Fuße der Gelltalspitze und stiegen dann, (ab ca. 3.000 m Höhe) ihren Osthang querend weiter nach rechts über schwieriges Blockgelände hinauf in eine Scharte mit
Wegweisern >Magerstein< und >Schneebiger Nock< unterhalb des Fernerköpfls, dessen Gipfelkreuz wir linker Hand schon sehen konnten, es uns aber für den Rückweg aufsparten. Also stiegen wir nach rechts kurz abwärts und dann am Grat entlang (rotweiße Markierung und Steinmännchen) hinauf auf das Frauenköpfl, von dort wieder etwas abwärts und dann rechtsseitig hinauf auf den Gipfel des Magersteins mit schönem Kreuz. Rundsicht und fotografieren wurden leider durch hartnäckige, dichte Nebelschwaden verhindert. Also kehrten wir auf demselben Weg auf die oben erwähnte Scharte zurück und gelangten in wenigen Minuten
unschwierig hinauf zum Gipfelkreuz des Fernerköpfls (3.249 m). Das Kreuz ist neu und sehr schlicht gehalten, Gipfelbuch vorhanden. Inzwischen hatte sich die Sicht zumindest teilweise geöffnet und so konnten wir für kurze Zeit die Aussicht auf die umliegenden Gletscher, die näheren Gipfel wie Hochgall, Schneebiger Nock, Gelltalspitze, Schwarze Wand und auch auf einige weitere Hauptgipfel der Rieserfernergruppe, die aus der Ferne herübergrüßen, genießen. Als Abstieg wählten wir die Aufstiegsroute.
Eine Alternativ-Abstiegsroute führt über die Kasseler Hütte (auch Hochgallhütte) zurück zum Ausgangspunkt. Allerdings muss man da einige Gletscherfelder überschreiten, was natürlich die entsprechende Erfahrung und Ausrüstung voraussetzt.
Achtung: Der eigentliche Parkplatz am rechten Straßenrand steht derzeit wegen Bauarbeiten nicht zur Verfügung. Auch das Überqueren des Baches war heute(Zugänge wegen eben dieser Bauarbeiten gesperrt) nur erschwert möglich. Es blieb uns nichts anderes übrig, als die Baustelle >unbefugt< zu betreten, da es keine andere Möglichkeit gab). Bedauerlicherweise waren keine diesbezüglichen Hinweise zu finden.
Ansonsten können wir den Verantwortlichen nur ein dickes Lob und unseren Respekt ausdrücken für den erstklassigen Zustand des Steiges und für die exzellente Markierung auf der ganzen Strecke. Vergelt's Gott, liebe AVS-ler!!
hotKNOTT Kollegen mit dabei: